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Hamburg, 17.09.2011 - 4. Vereinsmeisterschaften bei strahlendem Sonnenschein
Nicht nur die Sonne tat ihr bestes, nein auch Trainer, Athleten und Eltern strahlten über das ganze Gesicht. Bei tollem Wettkampfwetter hatten 64 Kinder sich zum sportlichen Vergleich angemeldet. 33 Jungen und 31 Mädchen im Alter von 6 -18 Jahren trafen sich am Samstag den 17.09.2011 um 13 Uhr am Sportplatz Tegelsbarg. Trainer, Helfer und einige der älteren Aktiven hatten den Sportplatz wettkampfmäßig vorbereitet. Die Sprunggrube war frisch geharkt, die Laufbahnen mit Startblöcken versehen, die Messmarken für den Wurf waren ausgemessen, das „Rechenzentrum“ wurde aufgebaut, das Kuchenbüffet wurde vorbereitet … .
Pünktlich um 13 Uhr konnte das Fest beginnen. Startnummern wurden verteilt und die Trainer Basti Runde und Kerstin Könecke-Pache machten die Kinder warm. Ein kurzes Spielchen, zwei Runden einlaufen, Gymnastik, ein bisschen Lauf-ABC und ein paar Sprintübungen und schon konnte es losgehen. Bei all dem Gewusel der Miniathleten und Trainer und dem bunten Treiben konnte einem das Herz aufgehen. Was für ein toller Anblick, wenn so viele begeisterte Kinder mit großer Freude ihren Sport betreiben. Zwischenzeitlich wurden die Helfer (Eltern und Trainer) in Gruppen aufgeteilt und eingewiesen. Nach Altersklassen sortiert wurden die Kinder in Riegen verteilt. Gemäß einem genauen Zeitplan fanden sich Athleten, Helfer und Trainer an den verschiedenen Wettkampfstätten ein. Für alle großen und kleinen Sportler war ein Dreikampf vorgesehen. Nach Abschluss der Mehrkampfwettbewerbe bestand noch die Möglichkeit 800m bzw. 1000m zu laufen. Die Älteren durften noch Kugelstoßen und Speerwerfen. Sobald eine Disziplin absolviert war, gab man die Ergebnisse an die Organisationsabteilung zur Eingabe der Daten in die EDV. Nach Abschluss der Mehrkämpfe wurden die ermittelten Ergebnisse auf die vorgedruckten Urkunden übertragen. Zeitnahe fanden im großen Rahmen Siegerehrungen statt. Alle Kinder wurden mit Urkunden, Lollies und einer schönen Teilnehmermedaille geehrt. Besonders bedanken dürfen wir uns bei der Familie Gardyan, die das Sponsoring für die Medaillen übernommen hatte. Zum Abschluss der Veranstaltung fand noch ein 4*100m Staffellauf von Eltern, Trainern, Helfern und Aktiven statt. Gewinnen konnte hier die Staffel der männlichen Jugend A in der Zeit von 48,8 sec. Garanten für die gut Zeit waren die Staffelläufer Klaus Lockau, Johannes Janssen, Florian Wieters und Christopher Dumser, aber auch die anderen Staffeln schlugen sich wacker.
Gerade für viele der kleineren Teilnehmer war es der erste und einzige Wettkampf in diesem Jahr. Spiel und Spaß kamen an diesem Tage nicht zu kurz und trotzdem gab es viele tolle Leistungen der großen und kleinen Aktiven. Hervorzuheben wären hier z.B. die 4,77m im Weitsprung von Nadine Felber W12, die 944 Punkte im Dreikampf von Patricia Lütt, ebenso wie ihre 800m Zeit (unter 3min), sowie die 3,74m im Weitsprung von Madeleine Meibom W9, oder auch Corain Busch M9 mit guten 946 Punkten im Dreikampf. Insgesamt gab es durch die Bank gute Ergebnisse für fast alle Athleten, was vielleicht auch ein bisschen an der tollen Stimmung und der entspannten Atmosphäre der gesamten Veranstaltung lag.
Leider konnte unser Spartenleiter Hendrik Vogt kurzfristig nicht am Sportfest teilnehmen, da er zeitgleich bei einer Veranstaltung des HHLV in seiner Funktion als Jugendwart aushelfen musste. Verständlich, wenn Hendrik an diesem Tage etwas traurig war. In der Leichtathletik sind sicherlich große sportliche Erfolge einzelner Aktiver das Salz in der Suppe, doch gerade solch große Sportfeste der gesamten Abteilung mit großer Basis im Breitensport kann man zu Recht als einen Höhepunkt des Jahres bezeichnen.
Besonderer Dank gilt allen Trainern, den vielen Helfern und Organisatoren (hier besonders namentlich hervorgehoben Susanne Reichert und Ute Janssen), die diese Veranstaltung zu etwas Besonderem haben werden lassen. Nicht unerwähnt soll bleiben: Durch Teilnehmergebühr und Spenden für das Kuchenbüffet konnte der Leichtathletikabteilung ein nicht unbeträchtlicher Betrag für die Anschaffung neuer Trainingsgeräte zugeführt werden.
Wir freuen uns schon auf das 5. Vereinssportfest im nächsten Jahr, dann aber mit Hendrik, unserem Spartenleiter.
Hamburg, 03./04.09.2011 - Landesmeisterschaften 4- Kampf
Der 4- Kampf ist traditionell der Einstiegswettkampf der Schüler für die späteren Mehrkampfdisziplinen 7-Kampf (Frauen) und 10-Kampf (Männer) in der Leichtathletik. Im 4-Kampf müssen die Disziplinen Sprint, Weitsprung, Hochsprung und Wurf absolviert werden. In diesem Jahr standen die Landesmeisterschaften für den SC Poppenbüttel unter einem besonderen Stern. Die B- Schülerinnen lagen in der sogenannten Superleague nur 3 Punkte hinter dem HSV und hatten die Möglichkeit diesen Rahmenwettkampf zu gewinnen. A und B-Schüler starteten am Samstag den 03.09. bei fast tropischen Temperaturen.
In der Altersklasse M14 den A-Schülern traten Jan Lippeck und Philip Klenke zum Wettkampf an. Mit 1548 Punkten wurde Jan 7ter mit den Einzelleistungen 13,38sec (100m), 4,16m (Weitsprung), 6,54m (Kugelstoßen) und 1,30m im Hochsprung. Die meisten Punkte erzielte Jan im Sprint mit einer neuen persönlichen Bestleistung. Folgenden Ergebnisse standen für Philip zu Buche: 14,21sec, 4,15m, 5,57m, 1,34m. Mit den erzielten 1449 Punkten wurde er damit 8ter. Bestes Einzelergebnis waren die 1,34m im Hochsprung, wenn man berücksichtigt, dass man 1 Jahr kein konstantes Hochsprungtraining hatte.
Bei den B-Schülern der Altersklasse M12 startete Malte Mewes. Er errang 1204 Punkte. Bestes Einzelergebnis waren 31m beim Ballwurf mit dem 200gr Ball.
Für die B- Schülerinnen (W12/13) wurden Anik Mewes, Nadine Felber, Caroline Sievert und Malina Reichert im Kampf um die Superleague ins Rennen geschickt. Alma Nehry hatte sich in der Woche zuvor leider verletzt und konnte nicht starten. Die Superleague ist ein jahresübergreifender Wettkampf indem man in ausgewählten Disziplinen pro Verein und Altersklasse Punkte sammeln kann. Die Punktevergabe ist gestaffelt. 20 Punkte gibt es für den Gewinner einer Disziplin, 2 Punkte für den 8ten, für alle anderen Platzierungen gibt es einen Punkt. Es werden maximal 2 Teilnehmer für eine Altersklasse gewertet. Der letzte Wettkampf für diese Wertung ist der 4-Kampf. Die Vorgabe war relativ einfach: Der SC Poppenbüttel musste 3 Punkte auf den HSV aufholen. Da davon auszugehen war, das der HSV mindestens 4 Punkte für die Teilnahme von 4 Athleten bekommen würde, musste der SCP also möglichst ein oder 2 Athletinnen in die Plätze 1-8 bringen. Auf Grund der großen Teilnehmerzahl wurden die B-Schülerinnen in 3 Riegen aufgeteilt. Leider verletzte sich Nadine Felber während des Wettkampfes und konnte nur beim Schlagballwurf teilnehmen. Das bedeutete für Nadine maximal einen Punkt in der Superleague Wertung. Caro Sievert bot einen ordentlichen Wettkampf, erreichte 1468 Punkte, wurde damit 19te bei W12 und holte ebenfalls einen Punkt für die Superleague. Beste Leistung und persönliche Bestleistung waren ihre 11,07sec auf 75m. Anik Mewes startete bei W13. Mit 1572 Punkten und dem 12ten Platz bekam Anik ebenfalls einen Punkt. Besonders gut waren ihre 1,30m im Hochsprung und 4,15 im Weitsprung, beides neue persönliche Bestleistungen. Nun kam es auf Malina an. Da abzusehen war, das der HSV nur 4 Teilnehmerpunkte erzielen würde, musste Malina unbedingt einen Platz unter den Besten 6 erreichen. Die Altersklasse W13 ist sehr ausgeglichen, die ersten beiden Plätze sind normalerweise an 2 Teilnehmerinnen aus Pinneberg und Oststeinbek vergeben. Die folgenden Plätze sind stark umkämpft und an guten Tagen kommen 6-8 Athletinnen für diese Positionen in Betracht. Malina begann mit Schlagball, 35m waren ein gutes Ergebnis aber doch unter ihren persönlichen Erwartungen. Im Sprint folgte mit 10,60sec ein gutes Ergebnis. Der Weitsprung brachte mit 4,63m eine neue offizielle persönliche Bestleistung und im Hochsprung konnte Malina 1,34m überspringen, sehr gute Leistung im Rahmen eines Vierkampfes. Nun begann das Rechnen. Mit dem Handbuch „Leichtathletik-Punktewertung“ wurden die erzielten Ergebnisse in Punkte umgerechnet. Nach kurzer Zeit konnten Athleten und Eltern jubeln und schon wenig später wurde es offiziell bestätigt. Malina erreichte mit 1826 Punkten den 3ten Platz bei den Landesmeisterschaften im Vierkampf, und erzielte damit 12 Punkte für die Superleague. Damit war inoffiziell bereits bekannt: Die B-Schülerinnen des SC Poppenbüttel gewinnen die Superleague Wertung ihrer Altersklasse. Für die Siegerinnen gibt es einen Pokal, Urkunden und einen Gutschein von 200 EUR für Sportgeräte. Herzlichen Glückwunsch an alle Athletinnen des SCP die zu diesem Ergebnis mit Punkten beigetragen haben: Alma Nehry, Anik Mewes, Nadine Felber, Caroline Sievert, Tasha Kröhnert und Malina Reichert, sowie natürlich allen verantwortlichen Trainern.
Nach dem spannenden Samstag, folgte am 04.09. der 4-Kampf für die C-Schüler. Bei den Schülern M10 startete Linus Kerstein. Mit 1159 Punkten wurde Linus 7ter. Erstmals stand Linus in einem Wettkampf an der Hochsprungmatte. Die übersprungenen 1,04m waren OK, aber leider verletzte sich Linus dabei am Knie. Seine weiteren Ergebnisse blieben danach auf Grund der Verletzung etwas unter den Erwartungen zurück. Trotzdem ein toller 7ter Platz bei Hamburger Landesmeisterschaften. Moritz Jesper-Moritz Jeschke blieb im Hochsprung leider ohne gültigen Versuch damit fehlten ihm leider viele Punkte für den Vierkampf. Trotzdem kämpfte er noch wacker weiter und wurde mit 649 Punkten 21ter seiner Altersklasse.
Bei den C-Schülerinnen ging nur Rebekka Rattermann an den Start. Neue persönliche Bestleistung im Sprint mit 7,83sec über 50m und 1,22m im Hochsprung (im Schersprung!!) waren die Grundlage für ein klasse Ergebnis von Rebekka. Mit 1569 Punkten erzielte die C-Schülerin ebenso viele Punkt wie die 2te, leider wurde jedoch die beste Punktleistung in einer Einzeldisziplin (regelkonform) für die endgültige Platzierung herangezogen. Nach einem tollen Wettkampf belegte Rebekka den dritten Platz.
Anmerkung: Ein schöner Erfolg für Verein, Trainer und Athleten. Leider waren durch die im Jahr 2010 abgebrannte Hochsprungmatte kaum Trainingseinheiten in dieser Disziplin möglich. Unter dieser Prämisse waren die gezeigten Hochsprungleistungen aller Aktiven im Großen und Ganzen doch recht ordentlich. A.R.
Jena, 05./06.08.2011 - Alena Dritte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften
Es ist eine Sensation, mit der wohl keiner gerechnet hat. Ein Ergebnis, auf das wir nicht zu hoffen wagten. Und dennoch hat Alena Gardyan das schier unmöglich möglich gemacht und erlief in einem unbeschreiblichen Rennen in der Fabelzeit von 2:12,85 Sekunden den dritten Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der weiblichen Jugend B.
Jedoch von vorne. Nach einer recht mühseligen Anreise am Donnerstag stand bereits am Freitag, den 05.08., der Vorlauf über 800m für Alena an. Zwar hatte Alena auch die Quali für die 400m Hürden. Nach Sichtung der eingegangen Meldungen beschloss Alena gemeinsam mit ihrem Trainerteam Timo Knoth und Hendrik Vogt, sich einzig und allein auf den 800m-Lauf zu konzentrieren. So ging es dann morgens zeitig zum Stadion, dem Ernst-Abbe-Sportfeld. 2010 hatte dieses eine neue Bahn erhalten und so ergab es sich, das Alena zum ersten Mal in ihrem Leben auf einer blauen Bahn laufen durfte. Das alleine war natürlich schon aufregend und neu, mal ganz abgesehen von der Kleinigkeit, dass es ihre ersten Deutschen Jugendmeisterschaften waren.
Aber sie meisterte die neue Situation großartig, wirkte entspannt. Erst, als es dann zum Aufwärmplatz ging, stieg die Anspannung merklich. Zu allem Überfluss war es ein verdammt schwüler Tag und wie alle anderen hatte Alena schon beim Aufwärmen mit der hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen.
Um 13:25 sollte es endlich so weit sein. Die Vorläufe begannen. Alena war für den 2. Vorlauf gesetzt. Vor den Gang in den Callroom noch ein paar beruhigende und motivierende Worte vom Trainer mitnehmen. Dann war sie für sich. Voll konzentriert.
Es geht ins Stadion. Einige Teilnehmer des nationalen Jugendlagers rufen Alenas Namen. Alena kriegt das mit. Freut sich, denn sie merkt, sie ist nicht allein. Ein Ablauf noch. Dann ertönt der Pfiff. Alena entledigt sich der Trainingskleidung. Dann wird es ruhig im Stadion. Auf Kommando der Schritt an die Linie. Der Startschuss!
Alena legt gut los, startet schnell und legt ein hohes Anfangstempo vor. Nach der Kurvenvorgabe kann sie sich gleich mit vorne einordnen. Das Tempo ist schnell. Sehr schnell. Alena hält ihre Position. Durchgangszeit bei 400m knappe 65 Sekunden. Dann geht es auf die zweite Runde. Alena bleibt dran, sichert sich die 2. Position hinter der eindeutigen Favoritin dieses Laufs, Katharina Trost. Immer noch ein hohes Tempo, Alena ist immer noch dran. Kann sie dies Tempo halten? Eine Sensation bahnt sich an. Die letzten 150m, Alena muss abreißen lassen, alle anderen jedoch auch. Alena kämpft noch 100m noch 50m. Alena rettet sich im wahrsten Sinne ins Ziel und kann ihren zweiten Platz halten. Wahnsinn, was für ein Lauf. Aber viel entscheidender ist nicht die Platzierung. Die Zeit ist wichtig.
Würde es reichen um ins Final zu kommen? Persönlich Bestleistung war es, dies war allen Mitgereisten klar. Zudem war dieser Lauf schneller als der Vorangegangene. Und dann die unglaubliche Erkenntnis: Alena hatte ihre bisherige Bestzeit um über 2 Sekunden unterboten. Ihre Zeit 2:13, 69 !!! FANTASTISCH!!! Und damit nicht genug, war dies die drittbeste Zeit aller Vorläufe und somit war klar: Alena stand im Finale bei der DJM über 800m der weiblichen Jugend B!
Jetzt hieß es Beine lockern, Physiotherapeut besuchen und durchkneten lassen, locker auslaufen. Denn am kommenden Tag wartete der wahrscheinlich größte Lauf ihres bisherigen Lebens.
Die Nacht hatte Alena gut überstanden. Es war vielleicht ein wenig warm im Dachgeschoss, aber genug Schlaf hatte sie mitnehmen können. Der Lauf war für 16:55 Uhr angesetzt. So hieß es für Alena im Hotel bleiben, Kräfte sammeln, Ruhe bewahren. Naja, ein kleiner Kompromiss war dann doch dabei. Einmal schnell morgens ins Stadion um Michel Krempin (TSG Bergedorf) und Olufemi Atibioke (LG Wedel-Pinneberg) über 400m anzufeuern war schon drin. Aber dann wieder ab ins Hotel, regenerieren.
Um 15 Uhr standen wir dann wieder vor dem Stadion. Es war heiß an diesem Tag, 30 °C im Schatten.
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